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Auf einem Maskenball im Hause des Grafen Fiesco von Lavagna erfahren wir von einer Verschwörung des Genueser Adels gegen das Herrscherhaus der Familie Doria. Zur Bestürzung seiner Mitstreiter offenbart sich ausgerechnet der Hoffnungsträger Fiesco als oberflächlicher Lebemann, der wenig Lust verspürt, „der Fuß des vielbeinigen Tieres Republik zu sein“.
Niemand ahnt, dass Fiesco im Stillen bereits seine Fäden gezogen hat. In sein geschickt ausgeklügeltes Spiel verwickelt er nicht nur Julia, die Nichte des Dogen, er überrascht damit auch seine Mitverbündeten und es gelingt ihm, vor allem das Volk von Genua auf seine Seite zu ziehen. Einzig Verrina, ein überzeugter Republikaner wittert in Fiesco den neuen Despoten und trifft eine kühne Entscheidung. Auch Leonore, Fiescos kluge und schöne Frau, warnt ihren ehrgeizigen Ehemann vor seinen Herrschergelüsten. “Die Klugen, die dich aufhetzen, fürchten dich. Die Dummen, die dich vergöttern nützen dir wenig und wo ich hinsehe, bist du verloren“.
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Die Inszenierung des PODIUM 84 basiert auf einer Neubearbeitung des „Fiesco“. Viele der langen Handlungspassagen des Originals werden in dieser Kurzfassung von den Darstellern nur erzählt. Unterbrochen werden diese Erzählungen immer wieder durch besonders spannende Dialog-Szenen. Einige der großen, wichtigen Monologe aus dem Originaltext wurden gekürzt in die Neufassung übernommen. Mit dieser experimentellen Bearbeitung ist es gelungen, dem Stück eine ungewöhnliche Dichte zu geben, ohne jedoch seine Kernaussage zu verfälschen. Der Afrikaner Yussuf in der Neufassung kommentiert als armer Flüchtling von heute das Spielgeschehen und schlüpft ab und zu in die Rolle des „Mohren“ aus dem Original.
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